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TIPP 57: "Leben mit Hochsensibilität"

Redaktionsschluss TIPP 57: 08.03.2021

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In unserer Gesellschaft zählen hochsensible (oder hochsensitive) Menschen, kurz HSP, zu einer Minderheit. Sie nehmen äußere Reize viel intensiver wahr, oder ihre Wahrnehmung erfasst Dinge, die andere Menschen überhaupt nicht bemerken (z. B. Strahlungen oder Chemikalien). Sie sind also wesentlich empfindsamer als ihre Mitmenschen – mit all den negativen, aber auch positiven Begleiterscheinungen. Häufig leben sie mit dem Gefühl, irgendwie anders zu sein. Die besondere Eigenart dieser „Reizoffenheit“, teils auch als „Wahrnehmungsbegabung“ bezeichnet, machen sie gefühlt oft zu Außenseiter*innen. Allerdings sind sie nicht so alleine, wie es scheint. Ihr Anteil macht etwa 15 - 20 % der Bevölkerung weltweit aus; manche Schätzungen gehen sogar von bis zu 25 % aus. Der Begriff der hochsensiblen Person wurde von der US-amerikanischen Psychologin Dr. Elaine Aron geprägt, die auch einen Test zur Hochsensibilität entwickelt hat. Nach ihr und neueren Studien ist Hochsensibilität keine Krankheit oder ein „Irrtum der Natur“, sondern ein Wesenszug bzw. eine Persönlichkeitseigenschaft, genetisch bedingt und mit einem anders funktionierenden Nervensystem einhergehend, bei dem das Gehirn Impulse anders umsetzt. In unserer modernen Gesellschaft wird Hochsensibilität weitgehend als psychisches Phänomen verstanden, welches mit typischen Probleme wie Reizüberflutung, Verletzlichkeit, erhöhter Stressanfälligkeit, Überstimulation und Burnout in Zusammenhang gebracht wird. Dies führt dazu, dass eine besondere Veranlagung leider sehr oft als Schwäche oder sogar als psychische Störung beurteilt wird, vor allem dann, wenn ein hochsensibler Mensch selbst nicht von seiner besonderen Veranlagung weiß. Manche hochsensible Menschen tun sich schwer, mit ihrer Anlage im Alltag gut zurechtzukommen oder leiden sogar darunter. Andere hingegen freuen sich, so feinfühlig zu sein und finden, dass ihnen (und ihrer Umwelt) das in vielen Bereichen hilft und Freude bereitet. Die Anzahl der vielfältigen Selbsthilfegruppen zur Thematik zeigt uns, dass hochsensible Menschen hier eine wichtige Anlaufstelle finden. In der Gemeinschaft ähnlich Wahrnehmender relativiert sich der verbreitete Eindruck, nicht so recht dazu zu gehören. Unter „ihresgleichen“ können sie ihre Sensibilität erkunden, sich austauschen, Übungen zusammen machen und so das Phänomen (er-)lebbar machen

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Im nächsten TIPP möchten wir gerne von Ihnen erfahren:

Wie empfinden Sie Ihr Leben als hochsensibler Mensch? Fühlen Sie sich eher belastet und eingeschränkt oder im positiven Sinne besonders „begabt“? Welche Gemeinsamkeiten und Stärken, aber vielleicht auch Schwächen erfahren Sie in einer Selbsthilfegruppe? Welche Tipps und Ratschläge helfen Ihnen, Alltagssituationen wie Einkaufen, Kindererziehung und Arbeit mit gutem Gefühl zu erleben oder zu meistern?

Wir sind neugierig auf Ihre Erfahrungen und freuen uns auf Ihre Beiträge!

Bitte senden Sie uns Ihre Beiträge und gerne auch begleitendes Bildmaterial wie Fotos, Logos etc. unter Angabe Ihrer Kontaktdaten für eventuelle Rückfragen (Telefon und E-Mailadresse) möglichst bis zum 08.03.2021 (Redaktionsschluss) zu. Sofern Sie im Vorfeld Fragen dazu haben, stehen Ihnen dieMitarbeiter*innen der Selbsthilfebüros gerne zur Verfügung. Natürlich können Sie auch wieder besondere regionale Aktivitäten oder Veranstaltungen, außerhalb der regulären Selbsthilfegruppentreffen,in einem Textbeitrag ankündigen.

Kontakt zur TIPP-Redaktion

Sie erreichen die TIPP-Redaktion über die E-Mailadresse:

redaktion.tipp(at)paritaet-projekte.org oder über

die Ansprechpersonen ihrer örtlichen Selbsthilfekontaktstelle.

Selbsthilfebüro Darmstadt • Ayse Yilmaz • Tel.: 0 61 51 / 8 50 65 80

E-Mail: selbsthilfe.darmstadt@paritaet-projekte.org

Selbsthilfebüro Groß-Gerau • Annemarie Duscha • Tel.: 0 61 52 / 98 94 70

E-Mail: selbsthilfe.gross-gerau@paritaet-projekte.org

Selbsthilfebüro Odenwald • Claudia Ray • Tel.: 0 60 61 / 9 69 22 90

E-Mail: selbsthilfe.odenwald@paritaet-projekte.org

Selbsthilfebüro Offenbach • Tom Schüler • Tel.: 0 69 / 82 41 62

E-Mail: selbsthilfe.offenbach@paritaet-projekte.org

Selbsthilfebüro Osthessen • Septi P. Sakti • Michael Möller

Tel.: 06 61 / 9 01 98 46

E-Mail: selbsthilfe.osthessen@paritaet-projekte.org