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Einladung zu Ihrem Beitrag für den nächsten TIPP 72 - Anders normal!?

In dieser und der vorigen TIPP-Ausgabe haben wir beim Schwerpunktthema die Krise im Gesundheitssystem und die Benachteiligung bestimmter Gruppen von Patient*innen beleuchtet. Dabei wurde immer wieder deutlich, wie wichtig der Blick auf die Individualität jedes*r Einzelnen ist. Diesen Aspekt wollen wir in der kommenden Ausgabe vertiefen, indem wir die Lebensrealität neurodiverser Menschen in den Mittelpunkt stellen. Das Konzept der Neurodiversität geht davon aus, dass menschliche Gehirne sich in ihrer Struktur und Funktionsweise unterscheiden, Menschen Informationen, Emotionen und Reize unterschiedlich wahrnehmen und verarbeiten. Dies wird als normale biologische Vielfalt betrachtet. 

Das Neurodivergenzkonzept kann dazu beitragen, Diagnosen wie Autismus oder AD(H)S zu entstigmatisieren, indem es den Blick auch auf die Stärken lenkt, die damit verbunden sind. Gleichwohl stellen verschiedene Ausprägungen der Neurodiversität die betroffenen Menschen vor unterschiedliche Herausforderungen, bei deren Bewältigung sie (gegebenenfalls) Unterstützung benötigen: das können Medikamente sein, verschiedene Therapien, psychosoziale Unterstützung oder bestimmte strukturelle Veränderungen in Schule und Beruf. Vor allem aber braucht es statt Klischees und Vorurteilen mehr gesellschaftliche Offenheit und Verständnis. Ob Betroffene ihre Neurodivergenz als Bereicherung oder Beeinträchtigung verstehen, ist sehr individuell und kann sich im Laufe des Lebens verändern, nicht zuletzt auch beeinflusst durch gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Neurodivergente Menschen und ihre Angehörigen finden unter dem Dach der Paritätischen Projekte gGmbH eine Vielzahl von Selbsthilfegruppen zu den unterschiedlichsten Aspekten: vom Autismus-Spektrum über AD(H)S, Legasthenie und Dyskalkulie sowie Hochbegabung bis hin zu Hochsensibilität. Für die nächsten Ausgabe möchten wir Aktive aus diesen Gruppen einladen, im TIPP Ihre Erfahrungen zu schildern, sei es als Betroffene oder Angehörige. Wir sind gespannt auf Ihre Beiträge.

Bitte melden Sie sich vorab bei der TIPP-Redaktion, um den Textumfang und andere Details abzustimmen. Redaktionsschluss für den TIPP Nr. 72 ist der 17. Februar 2026.

So erreichen Sie die TIPP-Redaktion:

E-Mail: redaktion.tipp@paritaet-projekte.org Mobil: 01 72 / 65 85 42 4

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