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Migration und Gesundheitsselbsthilfe

Anlass des Projekts

Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass viele Migrantinnen und Migranten eine erhöhte Krankheits- und Erwerbsunfähigkeitsrate sowie längere Arbeitsunfähigkeitszeiten aufweisen als ihre deutschen Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Insbesondere trifft es Personengruppen mit geringen Sprach-, Bildungs- und Gesundheitskompetenzen. Dies hängt mit mehreren Faktoren zusammen:

  • Erschwerte Arbeitsbedingungen, bspw. durch Akkord-, Schicht- und Nachtarbeit,
  • Stress durch die neue Sprache und andere Denk- und Deutungsmuster sowie Kulturdifferenzen,
  • Leben im Rahmen einer Mehrheitsgesellschaft,
  • Seelische Faktoren.

Das seit Februar 2010 in Kooperation mit der AOK Hessen laufende Projekt zum Thema "Migration und Selbsthilfe" versucht Migrantinnen und Migranten den Bereich der Selbsthilfe näher zu bringen und sie teilhaben zu lassen an den wirkungsvollen Leistungen und Unterstützungsangeboten, die Selbsthilfe in Ergänzung des professionellen Versorgungssystems im Gesundheitswesen bereithält.Es wird in der Stadt und im Landkreis Offenbach durchgeführt.

Ziele
  • Gründung und Initiierung von internationalen Selbsthilfegruppen
  • Weiterentwicklung der Kooperationsformen zwischen MigrantInnen und gesundheitsbezogener Selbsthilfe,
  • Interkulturelle Öffnung bestehender Selbsthilfegruppen
  • Informationsveranstaltungen zu Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Psychische Erkrankungen für MigrantInnen unter Berücksichtigung der sprachlichen und kulturellen Unterschiede,
  • Ausbau des Netzwerkes mit Migrantenselbstorganisationen und sozialen Institutionen im Migrations- und Gesundheitsbereich,
  • Ausbildung und Einsatz kultursensibler Multiplikatoren (In- Gang- Setzer) Gesundheitslotsen.
  • Sammlung, Ergänzung und Erweiterung fremdsprachlicher Materialien zu unterschiedlichen Krankheitsbildern,
  • Herausgabe mehrsprachiger Info-Materialien für Selbsthilfeinteressierte