Jubiläums- und Fachveranstaltung
„30 Jahre Selbsthilfebüro Darmstadt – Selbsthilfe wirkt!“
Am 18. September 2025 feierte das Selbsthilfebüro Darmstadt mit ca. 80 Gästen sein 30-jähriges Bestehen.
Als Ehrengäste wurden begrüsst: Bürgermeisterin Barbara Akdeniz, der Geschäftsführer der Paritätischen Projekte gGmbH Jörg Gonnermann, der Regionalgeschäftsführer des Paritätischen Hessen Dr. Erik Sparn-Wolf, Susanne Strombach von der AOK Hessen Selbsthilfeunterstützung, Daniela Wagner vom Vorstand der Entega-Stiftung, Margit Balß, ehemalige Regionalgeschäftsführerin des Paritätischen sowie Dr. Annemarie Duscha, Leitung der Paritätischen Selbsthilfebüros.
Unter den Gästen waren zahlreiche Aktive aus Selbsthilfegruppen, die teilweise ebenfalls schon 30 Jahre oder länger engagiert sind sowie Fachkräfte aus verschiedenen Beratungsstellen in Stadt und Landkreis. Zudem würdigten vier Mitglieder der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung durch Ihre Teilnahme die Arbeit der Selbsthilfe.
Grußworte | Begrüsst wurden die Gäste von Bürgermeisterin Barbara Akdeniz, dem Regionalgeschäftsführer des Paritätischen Hessen Dr. Erik Sparn-Wolf sowie Susanne Strombach von der AOK Hessen Selbsthilfeunterstützung.
Bürgermeisterin Barbara Akdeniz betonte, dass die Selbsthilfe und ihre Aktiven für ihr Engagement große Wertschätzung verdienen, denn die Selbsthilfe lässt die Betroffenen Selbstwirksamkeit erfahren und stärkt damit auch deren Selbstwert. Jubelrufe aus dem Publikum gab es, als sie die Vision für ein „Haus der Selbsthilfe“ formulierte, in dem es genug Räume für Gruppentreffen und Selbsthilfeaktivitäten gibt.
Dr. Annemarie Duscha und Christiane Schär gaben einen kurzen Rückblick über die Gründung des Selbsthilfebüros 1995 auf Initiative von Margit Balß, der damaligen Regionalgeschäftsführerin des Paritätischen Hessen sowie seine Entwicklung in den folgenden 30 Jahren. Sie erläuterten auch, welche Herausforderungen es in der Selbsthilfe gab und gibt und welche Ziele es für die Zukunft gibt.
In ihrem Fachvortrag „Social cure: Die Wirkungen der Selbsthilfe auf den Einzelnen und das Gesundheits- und Gemeinwesen“ gab Dr. Susanne Relke von der Universität Leipzig einen Überblick über verschiedene Studien und ihre eigene Forschung zur Wirksamkeit von Gruppen. Die Zuhörenden erfuhren, dass und warum die Zugehörigkeit zu und die Identifikation mit wichtigen sozialen Gruppen einen positiven Effekt auf die eigene Gesundheit und das eigene Wohlbefinden hat und dass Selbsthilfegruppen viele menschliche Grundbedürfnisse erfüllen.
Ihr Fazit: Gemeinschaftliche Selbsthilfe hilft! - Ein sehr interessanter Vortrag sowohl für die anwesenden Selbsthilfeaktiven als auch für die Fachkräfte!
In der anschließenden Podiumsdiskussion ging es um „Die gemeinschaftliche Selbsthilfe als wichtige Säule in der kommunalen Gesundheitsversorgung“ . Moderiert wurde diese - wie der gesamte Nachmittag - von Florian Czieschinski. Teilnehmende waren
- Barbara Akdeniz, Bürgermeisterin und Sozialdezernentin der Wissenschaftsstadt Darmstadt
- Dr. Susanne Relke, Universität Leipzig
- Lisa von Uffel, 1. Vorsitzende Alkohol- und Suchtselbsthilfe e.V. Darmstadt
- Debby Kruschel, Gründerin der Selbsthilfegruppe „Spiritueller Missbrauch“
- Andreas Gohlke, Bereichsleiter Psychosoziale Beratungsdienste & Sucht- und Drogenhilfe der Regionalen Diakonie
Nach viel inhaltlichem Input konnten die Teilnehmenden beim Improtheater „Mit vereinten Kräften“, dargeboten von den TABUtanten, herzlich lachen über verschiedene Aspekte des Gruppenlebens. Zum Beispiel eine Coachin, die darlegte, warum gemeinsames Tief-Durch-Schnaufen uns durch die Atemluft alle verbindet oder die Fliege im Gruppenraum, die auch mal Nähe erleben will oder schließlich die Dänisch sprechende Glückstrainerin, die es auf den Punkt brachte mit „RAKKA HALLA“ der dänischen Version von "SELBSTHILFE WIRKT!".
