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Inklusion

Liebe Leserinnen und Leser,

 

diese Ausgabe des TIPP befasst sich mit dem Themenschwerpunkt „Inklusion“.

Weltweit gibt es mehr als eine Milliarde Menschen mit einer Behinderung. In Deutschland sind es etwa 9,6 Millionen. Dies entspricht gut 11,7 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger. 7,1 Millionen gelten als schwerbehindert; 2,5 Millionen leben mit einer leichteren Behinderung. Das Hessische Statistische Landesamt beziffert die Anzahl der Menschen mit Behinderungen in Hessen auf insgesamt 590.000.

 

Die Vereinten Nationen verabschiedeten im Jahr 2008 das „Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ – auch Behinderten-rechtskonvention oder kurz - UN-BRK genannt. Deutschland ratifizierte diese Konvention im Februar 2009 und somit ist diese auch in der Bundesrepublik Deutschland ein abgeschlossener völkerrechtlicher Vertrag, der Menschen-

rechte für die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen konkretisiert, um ihnen die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

 

Stellt man sich nun die Frage, was zur Erfüllung des Menschenrechts auf ein inklusives Leben bis dato geschehen ist, so wird schnell klar, dass das Thema zwar bei vielen Menschen angekommen ist, jedoch die Umsetzung erst am Anfang eines langen Prozesses steht, der sicher noch viele Jahre dauern wird. Vieler Orts bilden sich Aktionsbündnisse, Initiativen und Gremien, die versuchen, in ihren Regionen inklusives Leben voranzutreiben und Maßnahmen, die für die Verwirklichung dieses Ziels notwendig sind, auf den Weg zu bringen.

 

Wir wollten von den Selbsthilfegruppen wissen, wie sie Inklusion deuten und was inklusives Leben für die Betroffenen bedeutet. Lesen Sie in dieser Ausgabe unter anderem, was die Schlagworte „Barrierefreiheit“ und „Inklusion“ für gehörlose Menschen in Fulda bedeuten, welche konkreten Ideen und Anforderungen psychisch kranke Menschen an eine inklusive Gesellschaft stellen, warum Gesundheitsförderung wichtig für ein inklusives (Zusammen-) Leben sein kann, welch wichtige Bedeutung die Entwicklung eines „Wir-Gefühls“ innerhalb unserer Gesellschaft hat und welche konkreten Maßnahmen in Städten wie Fulda, Offenbach und Darmstadt auf den Weg gebracht werden, um eine barrierefreie und inklusive Gesellschaft voranzutreiben und auf welche Hindernisse man bei der Umsetzung stoßen kann….

 

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen!

 

Ihr Redaktionsteam

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