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Parkinson-Aktivist Roland Böhm ausgezeichnet

von Thomas Schüler

 

Für seine Verdienste um die Regionalgruppe Offenbach der Deutschen Parkinson-Vereinigung (DPV) wurde Ronald Böhm mit der Bürgermedaille

der Stadt Offenbach in Bronze ausgezeichnet. Oberbürgermeister Horst Schneider würdigte in seiner Laudatio das vielfältige Engagement von Ronald Böhm. Er wies darauf hin, dass die Selbsthilfe in Deutschland, dem „Land der Vereine“ eine wichtige Bewegung gegen Ausgrenzung und Stigmatisierung von chronisch Kranken und Behinderten darstellt, in dem Betroffene und Angehörige ein gemeinsames Forum finden.

 

Im Jahr 2000 mit der Diagnose Parkinson konfrontiert wandte sich Herr Böhm, damals 46 Jahre alt, zunächst an die Regionalgruppe Hanau der Deutschen Parkinson Vereinigung, da in Stadt und Kreis Offenbach keine Parkinson-Selbsthilfegruppe mehr existierte. Mit Hilfe der Hanauer Regionalgruppe entstand in Offenbach eine Parkinson-Kontaktstelle in den Räumen der Caritas. 2005 wurde die Regionalgruppe gegründet, der heute über 100 Mitglieder angehören. Hier erhalten Hilfe- und Ratsuchende Unterstützung, beispielsweise in Form von Gedächtnistraining, Gruppengymnastik oder auch Ausflügen. Mit Blick auf sein Engagement, dessen zentraler Punkt die Erkrankung bildet, und den damit verbundenen zeitlichen Räumen, die fehlen für Beruf und besonders

auch für die Familie, dankte Ronald Böhm seiner Frau für ihre Unterstützung.

Er ist sicherlich vielen Betroffenen ein Vorbild, wenn es um eine aktive, positiv verstärkende Bewältigung einer chronischen Erkrankung geht.

 

Musikalisch wurde die Ehrenstunde untermalt von Olaf Joksch (Piano) und Yumiko Noda (Geige) mit lyrischer Musik von Fritz Kreissler.