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Studie zur Inanspruchnahme des Mammographie-Screenings

 

Brustkrebs ist mit mehr als 57.000 jährlichen Neuerkrankungen noch immer die häufigste Krebserkrankung bei Frauen.

 

Seit dem Allparteienbeschluss des Deutschen Bundestages im Jahre 2002 steht das Mammographie-Screening im Blick- und Kritikfeld des öffentlichen Interesses. Die Women's Health Coalition (WHC) und die Frauenselbsthilfe nach Krebs, Bundesverband e.V. haben mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit von Juli bis November 2008 eine wissenschaftlich begleitete Studie zum qualitätsgesicherten Mammographie-Screening in Auftrag gegeben.

 

Hier die Ergebnisse einer Befragung von über 3.000 Frauen: Das Mammographie-Screening wird von allen Früherkennungsmaßnahmen als die Sicherste eingeschätzt und von einer weit überwiegenden Zahl von Frauen in seinem Nutzen höher eingeschätzt als das Risiko der Strahlenbelastung bei der Untersuchung. 89 % der Teilnehmerinnen am Screening und 76 % der Nichtteilnehmerinnen hatten mehr Vertrauen durch die Beurteilung von zwei Experten. Das Screening erhöht nach Meinung von 94 % der Teilnehmerinnen und 88 % der Nicht-Teilnehmerinnen die Heilungschancen bei Brustkrebs durch eine frühe Diagnose.

 

Die konsultierten Haus- und Frauenärzte haben ebenfalls eine positive Einstellung zum Mammographie-Screening: 91 Prozent der Frauenärzte beispielsweise rieten den Teilnehmerinnen zu einer Teilnahme, 8 % waren neutral, 1 % hat abgeraten. Bei den Nicht-Teilnehmerinnen haben 74 % zugeraten, 22 % waren neutral und 4 % haben abgeraten.

 

Die erbliche Vorbelastung wird als Hauptfaktor für die Entstehung von Brustkrebs angesehen. 60 % der Befragten wissen nicht, dass Brustkrebs und Alter in einem Zusammenhang stehen. Sie glauben, dass Mammographie-Screening Brustkrebs verhindern kann. Die befragten Frauen wollen mehr Informationen über die Sicherheit des Befundes haben, den Unterschied zur bisherigen Mammographie, die Verwendung hrer Daten und zu den gesundheitlichen Risiken des Mammographie- Screenings. In diesen Bereichen liegt ein Verbesserungspotential.

Die Studienergebnisse werden vollständig im 3. Quartal 2009 veröffentlicht. (ks)