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Selbsthilfe in ländlichen Regionen

Liebe Leserinnen und -Leser,

 

in dieser TIPP-Ausgabe möchten wir speziell den vielen Gruppen in den landschaftlich so reizvollen Tälern des Odenwaldes und auf den luftigen Höhen des Vogelsberges und der Rhön eine Stimme geben. Zahlreiche Gruppen haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Lassen Sie sich also beeindrucken von der Vielfalt von Selbsthilfe. Lesen Sie, wie die Widrigkeiten der ländlichen Umge-
bung, in der es häufig erschwerte Bus- und Bahnverbindungen gibt, wett gemacht werden durch ein umso stärkeres Engagement für die Mitbetroffenen und die gemeinsame Sache.

 

Sich gegenseitig zu unterstützen und zu helfen, hat auf dem Lande Tradition und ist erfreulicherweise auch heute noch fast eine Selbstverständlichkeit. Und doch leiden manche Gruppen darunter, dass die älteren Teilnehmer einfach deshalb nicht mehr kommen können, weil sie sich die bis zu einstündigen Autofahrten zu den Treffen nicht mehr zutrauen und auch keine Mitfahrgelegenheiten finden.

 

Die fehlende Anonymität des Dorflebens wird kompensiert, indem man sich Gruppen in weiter entfernt liegenden Gemeinden anschließt. Dies gilt nicht nur für Gruppen mit „Tabu-Themen“, wie beispiels-
weise Suchterkrankungen. So hat so manche Gruppe nicht nur die jeweilige Krankheit gegen sich, sondern zusätzlich Probleme, die in der ländlichen Struktur begründet sind. Gemeinsam teilen die Gruppen auf dem Land und in der Stadt die Sorge um den Nachwuchs. Immer weniger jüngere Menschen finden den Weg in die Selbsthilfe. Und gestandene Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter können kaum in den Ruhestand treten, weil keiner ihre Arbeit übernehmen will.

 

Nicht zuletzt stellt sich im ländlichen Raum die Frage, wie der Generationenwechsel in der Selbsthilfe gelingen kann. Wie sich Selbsthilfegruppen als lernende Organisationen offen und transparent zeigen und ihre Angebote im Hinblick auf jüngere Zielgruppen verändern können. Hier spielen die Selbsthilfe-

kontaktstellen als Unterstützungsstellen hin zu Angeboten, die, verändert in Sprache und Öffentlich-
keitsarbeit, ein junges Umfeld ansprechen, zunehmend eine wichtige Rolle!

 

Ihr Redaktionsteam

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