TIPP
Beratung bei Schädel-Hirn Verletzungen
von Beate Stahl
Jahr für Jahr erleiden über eine halbe Million Menschen einen Unfall, Schlaganfall oder eine andere Erkrankung, die das Gehirn in seiner Funktion beeinträchtigt. Im südhessischen Bereich mit den Großstädten Frankfurt, Darmstadt, Offenbach
und Wiesbaden erleiden ca. 5000 Erwachsene, Jugendliche und Kinder ein hirntraumatisches Ereignis, häufig mit den Folgen eines Wachkomas. Die Beratungsstelle für Schädel-Hirn- Verletzte ist erste Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige, die plötzlich und unmittelbar mit weitreichenden Folgen im körperlichen, sozialen und psychischen Bereich konfrontiert sind.
Menschen, die in direkter oder in indirekter Weise mit einer Hirnschädigung leben müssen finden hier Rat und Hilfestellung.
Die Angebote richten sich an Angehörige, die sich plötzlich mit dieser Realität im Alltag konfrontiert sehen.
Meistens pflegen Familien ihre betroffenen Angehörigen zu Hause. Die Familienmitglieder übernehmen eine große Verantwortung in der Gestaltung des Alltags und in der gesundheitlichen Versorgung.
Wenn Pflegebedürftige in Stationären Einrichtungen untergebracht werden, sind die Angehörigen gefragt, sich mit Ärzten, Therapeuten und der Pflege auseinander zu setzten und Entscheidungen zu treffen.
Betroffene suchen nach ihrer Rehabilitation neue Wege für
eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft und Beratung über ihre Rechte nach den Sozialgesetzten.
Aus der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Selbsthilfearbeit richtete der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen vor 10 Jahren in Zusammenarbeit mit engagierten Mitgliedern der Selbsthilfegruppe Schädel-Hirn-Verletzte die Beratungsstelle für Schädel-Hirnverletzte in Darmstadt ein.
An vier Wochentagen finden in der Regionalgeschäftsstelle des Paritätischen in Darmstadt ehrenamtlich telefonische und persönliche Beratungsgespräche statt.
Die individuelle Beratung zu Diagnose, Rehabilitation und Therapie von Betroffenen für Betroffene deckt mehrere Beratungsfelder ab. Dabei geht es um Fragen der häuslichen Pflege, die Vermittlung von (Kurzeit-)Pflegeplätzen, Hinweise auf geeignete Therapeuten, beispielsweise der Ergotherapie,
Logopädie, Krankengymnastik, Neuropsychologie und Heileurythmie
und Hinweise auf Angebote der Öffentlichen Versorgung durch Fachberatungsstellen.
Ziel ist es, den Ratsuchenden eine Entscheidungshilfe zu geben.
In Zusammenarbeit mit der der Selbsthilfegruppe der Selbsthilfevereinigung Forum Gehirn e.V. werden außerdem regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen angeboten.
Beratungsstelle für Schädel-Hirn-Verletzte des Paritätischen
Wohlfahrtsverbands Hessen, Beate Stahl, Tel. 06151-95 73 83

