TIPP
„Mehr Zulauf von jungen Menschen – ein ernstzunehmendes Problem.“
Altersstruktur bei den Anonymen Alkoholikern
Ein Generationenwechsel mit mehr Zulauf von jungen Menschen ist auch bei der weltweit agierenden Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker seit Jahren im
deutschsprachigen Raum ein ernstzunehmendes Thema.
Um einer Überalterung in den zweitausend Gruppen mit wenig jungen Leuten (unter 30 Jahren) entgegenzuwirken, hat sich die Gemeinschaft entschlossen, mit Engagement im zwölften Schritt, die Botschaft an den noch leidenden Alkoholiker weiterzugeben, um diesem Thema in ihrer Monatszeitschrift, dem AA-Dach einen größeren Spielraum zu geben und bereits exisistierende englischsprachige Artikel aus den Vereinigten Staaten zu übersetzen und in ihrer Literatur anzubieten.
(siehe auch www.anonyme-alkoholiker.de)
So wurde beispielsweise vor wenigen Jahren in Frankfurt ein Meeting von AASponsoren/-innen für junge Leute gegründet, das jetzt in der Selbsthilfekontaktstelle in der Jahnstraße 49 jeden Freitag um 20.00 Uhr stattfindet. Diese Gruppierung ist stabil mit sechs bis zehn regelmäßigen jungen Besucher und Besucherinnen.
Nach dem Gesetz der Gleichart werden mit der Zeit dann junge Menschen auch junge Abhängige erreichen und mit deren Sprache dafür sorgen, dass auch in der Zukunft die Anonymen Alkoholiker nicht aussterben werden, da gerade im gesellschaftlichen Bezug hiermit in absehbarer Zeit nicht zu rechnen ist.
Auch wenn es momentan bei der Jugend in ist, sich bis zur Besinnungslosigkeit zuzuschütten, ist der Trend doch allgemein - erfreulicherweise - durch Prävention vieler im Suchtbereich Beschäftigten und auch Informationsveranstaltungen an Schulen nicht zuletzt mit Beteiligung der Anonymen Alkoholiker rückläufig. – Damit das so bleibt, werden die Anonymen Alkoholiker weiterhin aktiv in der Öffentlichkeitsarbeit ihren Beitrag leisten.
Zudem braucht das Suchtmittel Alkohol im Gegensatz zu anderen Rausch- und Betäubungsmitteln eine lange Zeit, bis der Betroffene erst einmal eine Ahnung erfährt, dass er abhängig ist, was ja das Bedauerliche an dieser Erkrankung ist. Der Leidensverlauf ist also progressiv, weswegen der eigentliche Eintritt in die Selbsthilfegruppe erst mit Ende dreißig und später - wenn überhaupt - stattfindet. So ist es auch zu erklären, das junge Menschen erst eine lange Trinkerfahrung brauchen, um überhaupt eine Erkrankung und Wesensveränderung an sich selbst wahrzunehmen.
Deswegen veranstalten die Anonymen Alkoholiker in Krankenhäusern, Sucht- und Sozialeinrichtungen regelmäßig Informationsveranstaltungen, um ihre Erfahrungen im Umgang mit einem Leben ohne Suchtstoff an Abhängige weiterzugeben.
Da Alkoholismus eine Familienkrankheit ist und hiervon auch die Angehörigen stark betroffen sind und Hilfe benötigen, arbeiten die Anonymen Alkoholiker eng mit den eigenständigen Al-Anon Familiengruppen erfolgreich zusammen.
Klaus, Öffentlichkeitssprecher der Anonymen Alkoholiker Region I der Intergruppe Mitte
Mehr zu diesem Thema können Sie erfahren in der Kontaktstelle
Frankfurt am Main in der Hasengasse 5 -7 telefonisch unter
069 / 192 95 und 069 / 597 42 74
täglich in der Zeit von 18.00 h bis 21.00 h, auch an Sonn- und Feiertagen.

