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Mit Gleichgesinnten Erfahrung, Kraft und Hoffnung teilen

von Klaus, Anonyme Alkoholiker Offenbach


Körper und Bewegung. Wie wird dieses Thema in der Gemeinschaft
der Anonymen Alkoholiker berücksichtigt und umgesetzt?
Die Antwort: in dem jeder Einzelne dieser Gemeinschaft die Bereitschaft
nutzt, seinen Körper in Schwingung, in Resonanz zu versetzen und sich
in ein Meeting, zu einem Treffen zu begeben. Das ist dann der eigentliche
tägliche bzw. wöchentliche Weg, neben dem bekannten Zwölf-
Schritte-Programm der Anonymen Alkoholiker, in die Genesung. Dies
entspricht dem Prinzip geistiger Nahrungsaufnahme. Wie heißt es doch
nach einem Gleichnis von Jesus Christus in der Bibel: „Der Mensch lebt
nicht von Brot und Wein allein.“
Um also frei zu werden von gefährlichen Trinkritualen und -sitten, ungesunden
Eßgewohnheiten und falschen (Wert)Vorstellungen, scheint es
unerlässlich, sich mit Gleichgesinnten in der Selbsthilfe zu treffen und
Erfahrung, Kraft und Hoffnung zu teilen. Sich dann, mit zunehmender
seelischer Reife wieder auf den physikalischen Körper zu besinnen, der
durch Trägheit, Nahrungsentzug und Hochmut über Jahre bis Jahrzehnte
hinweg stark gelitten hat, und mit der Entgiftung und ordentlicher
Lebensmittelauswahl die Möglichkeiten erhält, sich zu regenerieren. Das
braucht seine Zeit, da sich der Körper an die neue, natürliche Betätigung
des sich erholenden Menschen in seinem Willensentscheid erst einmal
gewöhnen muss. Die Genesung geht mit Abstinenz einher und die Bewußtwerdung
geht erst nach und nach mit Einsicht und Ehrlichkeit oft sehr schmerzhaft von statten. Dies läßt sich im Meeting mit viel Geduld und dem Glauben an eine Höhere Macht üben. Jeder so wie er bzw. sie eine solche Macht für sich verstehen mag.
In den ersten Jahren der Trockenheit kommt es bei vielen Mitgliedern
zu einer massiven Ersatzbefriedigung (Ersatzdroge) meistens durch Kaffee
und Schokolade (Süssigkeiten). Diese legt sich, zwangsläufig dann,
wenn man auch Stunden nach dem Meeting durch Koffeinaufnahme
immer noch wach im Bett liegt, oder sich der leibliche Umfang so stark
bemerkbar macht, dass die Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist und nur
noch eine Diät bzw. Fasten für Abhilfe sorgt.
„Hauptsache trocken …“ ist die wichtigste Erkenntnis am Anfang der Abstinenz
eines Trinkers (Alkoholikers). Diese Erkenntnis allein reicht aber
nicht, um langfristig trocken und damit zufrieden zu werden und zu bleiben.
Deshalb ist es so wichtig, sich neben der richtigen Ernährung auch
mit der geistigen (dem Schritte Programm) und körperlichen Gesundheit
auseinanderzusetzen. Damit das Dreieck Körper, Geist und Seele
tagtäglich harmonisch in Beziehung steht und gesund bleibt.